Chronik

Freie und unabhängige Kommunalpolitik hat in Amorbach schon eine sehr lange Tradition. So sind Freie Wähler schon seit 1948 im Amorbacher Stadtrat vertreten.

Dies geschah lange Zeit in Form teils unorganisierter und loser Freier Wählergruppen bzw. Interessensgemeinschaften, seit 2008 jedoch erstmals über einen Ortsverein (Amorbacher Bürgerliste – ABL). Insofern fußt unser Motto „Freie Wähler – Traditionell gut für Amorbach“ auf Jahrzehnten ehrenamtlicher Arbeit, in denen sich Frauen und Männer zum Wohle Amorbachs engagiert haben.

Ein politisch Neuanfang, quasi die Geburtsstunde der organisierten Politik außerhalb des Amorbacher Stadtrates, aus welchem im weiteren Verlauf auch die Amorbacher Bürgerliste entstanden ist, lässt sich grob auf den Dezember 1993 datieren. Während einer Feierlichkeit im Café Schmitt äußerte Rainer Eichhorn nämlich erstmals im privaten Kreis seine Absicht, im September 1994 als Bürgermeisterkandidat gegen den damaligen Amtsinhaber Karl Neuser anzutreten.

Um diese Absicht in die Tat umzusetzen, musste sich jedoch, wie vom Wahlgesetz vorgeschrieben, eine bestimmte Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern finden, welche die Kandidatur von Rainer Eichhorn unterstützen.

Um diese so genannte Unterstützungsliste bekannt zu machen, wurde eine entsprechende Werbekampagne gestartet. Besondere Verdienste haben sich hierbei Karl Schnorr, Wolfgang Jach, Klaus Beger, Volker Hauck, Ingrid Hamm, Monika Wolf, Inge Foßhag, Martin Frisch und Monika Möller erworben, ohne dass diese Aufzählung irgendeinen Anspruch auf Vollzähligkeit erhebt.

In den Menschen, welche hinter dieser Kampagne gestanden haben und in der letztendlich erfolgreichen Umsetzung dieser Unterstützungsliste, kann man heute den Ursprung der ABL sehen.

Rainer Eichhorn erreichte als Kandidat der ABL bei der Bürgermeisterwahl respektable 43% der abgegebenen Wählerstimmen.

Bei der Stadtratswahl im Februar 1996 honorierten die Amorbacher Bürgerinnen und Bürger das Engagement der ABL, indem sie 5 Kandidaten Ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Rainer Eichhorn, Karl Schnorr, Monika Möller, Ingrid Hamm und Volker Hauck, zogen so als erste Mandatsträger der ABL in den Amorbacher Stadtrat ein.

Am 02.12.2000 verstarb unsere Stadträtin Frau Ingrid Hamm, was für die ABL politisch ein schwerer Schlag und menschlich ein herber Verlust war. Für Ingrid rückte darauf hin Fritz Steigerwald in den Stadtrat nach.

Bei der Bürgermeisterwahl 2001 und 2006 verzichtete die ABL, auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten und gab auch keine Wahlempfehlung ab. Ebenso im Jahre 2012, wodurch man ausdrücken wollte, dass die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Peter Schmitt durch Vertrauen und Zufriedenheit geprägt ist.

Im Vorfeld der Stadtratswahlen im Jahre 2002 bekundeten 2 Männer der ersten Stunden, nämlich die Stadträte Rainer Eichhorn und Volker Hauck Ihre Absicht, nicht mehr für die ABL kandidieren zu wollen. Trotz dieser personellen Schwächung errang die ABL 4 Stadtratssitze und konnte so Ihre erfolgreiche Arbeit für Amorbach fortführen. So zogen Karl Schnorr, Monika Möller, Fritz Steigerwald und Dr. Andreas Markert in den Stadtrat ein.

Im Laufe der neuen Legislaturperiode legte Karl Schnorr sein Stadtratsmandat nieder. Auch Fritz Steigerwald fiel aus beruflichen Gründen weg. Als Nachrücker fungierten Roland Schmitt und Jürgen Klingenmeier.

Im Jahr 2007 verließ Roland Schmitt die Fraktion der ABL und nahm seine Aufgaben als Stadtrat seitdem fraktionsfrei wahr.

Im Vorfeld der Stadtratswahl 2008 verordnetet sich die ABL eine neue Informations- und Arbeitsstruktur, um Ihren politischen und gesellschaftlichen Aufgaben noch besser gerecht werden zu können. Zu diesem Zwecke wurde am 18.04.2008 im Nebenzimmer der Gaststätte Etzel erstmals ein gemeinnütziger Ortsverein gegründet. Gleichzeitgig stellte man erstmals eine eigene Homepage ins Internet (www.abl-amorbach.de).

Zum 1. Vorstand des neu gegründeten Ortsvereines wurde Ulrich Etzel gewählt. Der weitere Vorstand bestand damals aus Liane Haas, Judith Hauck, Maria-Luise Hamm, Uwe Scharpegge, Bernd Schötterl und Jürgen Klingenmeier.

Der Erfolg dieser Maßnahme schlug sich nicht zuletzt in der ausgeglichenen und hervorragend besetzen neuen Stadtratsliste für die Kommunalwahlen des Jahres 2008 nieder. Über diese Liste zogen Bernd Schötterl, Dr. Andreas Markert, Werner Niesner und Uwe Scharpegge in den Stadtrat ein.

Im 2011 musste unser Stadtrat Uwe Scharpegge aus persönlichen Gründen leider sein Mandat zur Verfügung stellen. Für Ihn rückte Jürgen Klingenmeier in den Stadtrat nach.

Am 14. Dezember 2013 trafen sich die Mitglieder der ABL im Nebenzimmer der Gaststätte Etzel und benannten den Ortsverein einstimmig in die Freien Wähler Amorbach um. Gleichzeitig wurde die bisherige Satzung angepasst. Zum neuen Vorstand wurde Bernd Schötterl gewählt. Der weitere Vorstand besteht aus Werner Niesner, Christiane Brückner-Weiß, Marion Klingenmeier und Jürgen Klingenmeier.

Im Rahmen dieser Umbenennung wurde dann auch diese neue Homepage (www.fw-amorbach.de) im Internet freigegeben.

Stand 14.02.2014

Carola Müller übernimmt dankenswerter Weise kommissarisch die Kassengeschäfte von Jürgen Klingenmeier und wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung vom 04.11.2014 einstimmig zur neuen Kassiererin gewählt.

Stand 04.11.2014