Stadtrats-Blog 13 vom 05.02.2015

Vorwort

Liebe Mitbürgerinnen und Bürger!

„Vor lauter Wald sieht man die Bäume nicht!“ Dieser Ausspruch könnte auch auf Amorbach zutreffen.

Aber nicht nur aus dem Grund bzw. aus den Gründen heraus, die Ihnen vielleicht jetzt spontan durch den Kopf gehen, sondern auch weil Amorbach der 4. größte kommunale Bayerische Waldbesitzer ist.

Die Größe unseres Waldbesitzes ist natürlich zu aller erst ein Segen. Sowohl hinsichtlich unserer damit einhergehenden einzigartigen Naturlandschaft, als auch hinsichtlich der damit verbunden wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Doch ganz egal, ob Wirtschaft oder Natur, aus beiden Bereich ergibt sich zunächst einmal eines, nämlich eine große Verantwortung. Eine Verantwortung das Erbe, welches wir von vorangegangen Generationen erhalten haben, für künftig Generationen zu sichern.

Und eben dieser Verantwortung sind wir uns im Stadtrat von Amorbach schon immer bewusst gewesen.

Natürlich wollen und müssen wir mit dem Amorbacher Stadtwald Geld verdienen, aber eben nicht auf Kosten der Nachhaltigkeit und der Zukunftssicherung. Waldnutzung und Naturschutz gehen in Amorbach insofern schon immer Hand in Hand.

So investiert die Stadt Amorbach nicht nur viel in den Wegebau, sondern vor allem teils überproportional in die Jungbestandspflege und in den Jungbestandbesatz.

Allein im Jahre 2015 planen wir in der Brandfläche „Boxbrunn“ einen außergewöhnlichen aber insofern auch notwendigen Besatz von 26.300 Jungpflanzen (2014: 9.700), womit uns das Thema „Waldbrand“ auch jetzt noch einholt und uns wahrscheinlich auch noch eine Weile beschäftigen wird.

Wobei sich am Rande bemerkt, die finanziellen Belastungen, durch die Auszahlung von diversen Versicherungsleistungen noch in Grenzen halten und hoffentlich auch noch weiter halten werden, wenn nicht doch noch weitere Folgeschäden zu Tage treten sollten.

An dieser Stelle gilt es nochmals allen beteiligten Wehren, den beiden Revierleitern Horst Eggenberger und Thomas Grimm mit Ihren Teams, sowie Herrn Betriebsleiter Helmut Schnatterbeck von der FVOB (Forstliche Vereinigung Odenwald Bauland; www.forst-odenwald-bauland.de) unseren tief empfundenen Dank für die hier geleistete und noch zu leistende Arbeit auszusprechen.

Die werthaltige Zusammenarbeit mit der FVOB ist neben der Arbeit unserer beiden Revierleiter mit Ihren Teams, auch einer der Hauptgründe, warum wir uns auch im Jahre 2014, wie schon in den Vorjahren, quasi seit Beginn dieser Zusammenarbeit, wieder über ein positives Betriebsergebnis von 258.000 Euro freuen dürfen.

Denn nur durch die Bündelung des Holzeinschlages aller Mitglieder der FVOB können wir am Markt mit eine Masse auftreten, die uns die bestmöglichen Preise gewährleisten. Insofern war es im Nachgang sowohl wirtschaftlich, fachliche, aber auch menschlich der richtige Schritt der FVOB im Rahmend der Betriebsleitung und Vermarktung beizutreten.

Insofern kann man der Aussage unseres Stadtratskollegen Clemens Baier nur freudig zu-stimmen, (Ironie an) auch wenn wir diese nicht parteipolitisch missverstanden wissen wollen (Ironie aus): „Aus dem Grünen Bereich kommen immer wieder Schwarze Zahlen! Vielen Dank hierfür!“.

Und last but not least bleibt noch ein ganz wichtiger und insbesondere sehr erfreulicher Punkt zu betonen. Die Waldarbeit zählt deutschlandweit zu einer der gefährlichsten beruflichen Tätigkeiten (im Schnitt ca. 60 Tote/Jahr; 1 Toter/1Mio ha). Umso erfreulicher ist es, dass im Stadtwald von Amorbach trotz der vielfältigen Aufgaben und teils knochenharten Arbeit im letzten Jahr keine schweren Unfälle und somit Gott sei Dank auch keine Toten zu beklagen waren.

Für die geleistete Arbeit sprach unser Forstreferent Werner Niesner allen oben genannten Akteuren noch einmal seinen herzlichen Dank im Namen der Fraktion aus.

Ihre Fraktion der Freien Wähler Amorbach

Die gesamte Tagesordnung finden Sie wie immer zum downloaden unter http://www.buergerinfo-amorbach.de/infobi.php

Den gesamten Blog können Sie unter dem nachfolgenden Link lesen (pdf):
Stadtrats-Blog 13 vom 05.02.2015