Stadtrats-Blog 9 vom 09.10.2014

Vorwort

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

„Viel Wind um nichts!“ oder „Alles nur heiße Luft“, diese Sprichworte könnten zum Synonym für die dezentrale Gewinnung von erneuerbaren Energien werden, wenn 10H oder weitere „bahnbrechende“ Ideen aus dem Bermudadreieck um Horst Seehofer verwirklicht werden sollten. Ideen, die vor allem dazu geeignete sind, viele Millionen an Planungsleistungen zu verbrennen und viele tausende Stunden an teils ehrenamtlicher Tätigkeit auf dem Scheiterhaufen des Nach-dem-Maul-Redens zu verhöhnen.

Dabei bestreitet keiner, dass es beim Bau von Windkraftanlagen unbestritten Probleme gibt, sowohl bei der Akzeptanz, aber auch bei der Umsetzung dieses Jahrhundertprojektes. Probleme, die es gilt vor allem mit Transparenz und der Mitwirkung aller Betroffenen zu lösen. Aber dieses wichtige Zukunftsthema mit Hilfe eines solch lupenreinen Populismus, wie so oft, wieder nur auf die Kommunen abzuwälzen, das ist schon ein starkes Stück.

Wir in Amorbach, der Bürgermeister, die Verwaltung, die Freien Wähler im Stadtrat von Amorbach und die Energiegenossenschaft Untermain versuchen seit Jahren alles was in unserer Macht steht, um unserer Verantwortung für nachfolgende Generationen gerecht zu werden, indem wir dezentrale Lösungen für eine möglichst autarke und nachhaltige Energiegewinnung suchen.

Wir versuchen dabei Alles, den Einfluss auf unsere Umwelt so gering als möglich zu halten, indem wir z.B. versuchen Standorte zu wählen an denen wir den Holzeinschlag so gering als nur irgend möglich halten können und an denen bestehende Wege genutzt werden können.

Wir versuchen Alles, transparente Konzepte zu erarbeiten und die wirtschaftlichsten Standorte zu finden. Standorte, die sich einem strengen Kriterienkatalog unterwerfen müssen. Kriterien, die sich aber nicht nur die Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern gerade auch die Frage der umwelttechnischen Machbarkeit und der Vereinbarkeit mit den Interessen der Bevölkerung auf die Fahnen geschrieben haben.

Und offensichtlich war dieser Weg einer offenen und transparenten Kommunikation auch er Richtige. Der Amorbacher Raum kann insofern voller Stolz auf eine offene Diskussions- und Informationskultur blicken ,die geprägt ist, von einer Atmosphäre der Toleranz und des Verstehens.

Insofern sagen wir von den Freien Wähler auch Danke! Dank vor allem an die Bürgerinnen und Bürger von Boxbrunn, die als Betroffene größtenteils das Ziel und den Wert unserer Bemühungen unterstützen. Dank aber auch an den Rest unserer Bevölkerung, die trotz des unbestrittenen Einflusses auf unsere Landschaft, das Für und Wider abzuschätzen wissen und äußerst sachlich diskutieren.

Damit sind wir schon weiter als Horst Seehofer, diesem 1,96 m großen Scheinriesen, diesem Epizentrum für tolle Ideen am Rande des Wahnsinns, der die Energiewende frei nach der Fragestellung gestaltet: „Bezahlbare und nachhaltige Stromversorgung für alle? Natürlich! Stromtrassen? Nein! Dann aber wenigstens dezentrale Energiegewinnung? Nein! Vielleicht punktuell gesetzte und wirtschaftliche Windräder? Nein! Oder eine Schwächung der Großkonzerne? Nein! Gibt es dann wenigstens eine sichere Gasversorgung aus Russland? Nein! Und wie sieht es mit gesundem Menschenverstand aus? Doppelt Nein!

Ihre Fraktion der Freien Wähler

Die gesamte Tagesordnung finden Sie wie immer zum downloaden unter http://www.buergerinfo-amorbach.de/infobi.php

Den gesamten Blog können Sie unter dem nachfolgenden Link lesen (pdf):
Stadtrats-Blog 9 vom 11.09.2014